Sonntag, 30. Oktober 2011

24/7/365 auf Lebenszeit möglich?

Schon öfters wurde ich mit dieser Frage konfrontiert, entweder im eigenen Kopf oder in irgendwelchen Fetisch-Foren, in Chats, etc.

Vieleicht kurz für Neulinge, die damit nichts anfangen können, kurz erklärt:

Es handelt sich hierbei um eine Herr/in-Sklaven/in-Beziehung im SM- und/oder Fetischbereich, die weit über eine erotisch Spielebeziehung hinaus geht. Hier unterwirft sich die/der Sklave/in ihrer/seiner Herrschaft mit ihrer/seiner gesamten Persönlichkeit und Existenz an 24 Stunden täglich, das 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr, ein leben lang.
Wie die Einzelheiten dieser Beziehung aussehen, ist im Vorfeld gemeinsam abzustimmen.
Obwohl de jure eine Beziehung zwischen Partnern immer lösbar ist, ein/e Sklave/in die/der kein Phrasendrescher ist, wird sich dann daran halten und hat darüber hinaus der Herrschaft freiwillig diverse Machtmittel in die Hand gegeben, eine Trennung seitens der/des Sklaven/in zu unterbinden.


Teilweise habe ich bei dem Thema seitens der Doms Bemerkungen gehört,
wie z.B.: "Bei mir unterschlüpfen, damit ich Dich durchfüttere? Niemals!"
Oberflächlich betrachtet, muß man dem auch zustimmen. Auch gibt es sicher Subs, die solches beabsichtigen.

Wunschvorstellungen seitens der Doms oder Subs, letztere permanent im Keller, verlies oder Stall zu halten, sind m.E. entweder nicht zu ende gedacht oder rein klischehafte Phantastereien.
Man bedenke: Permanent in "Einzelhaft", noch dazu mit permanenter körperlicher und geistiger Pein verbunden, macht Jede/n irgendwann psychisch krank und sollte selbst für den extremsten Dom tabu sein, da wir letztlich alle Menschen sind. Wenn ein Sub solches von seiner Herrschaft verlangen würde, wäre ein nachgeben in diese Richtung, in gewisser Weise eine Beihilfe zum (ungewollten?) Selbstmord, zumindest psychisch.

Wie bekommt man das dann aber zusammen, ohne das Sklave zur wirtschaftlichen Belastung für die Herrschaft wird, bei gleichzeitigem 24/7/365?:

Auf Modelle wie Fernbeziehung mit permanenter Kontrolle, gehe ich nicht ein, weil dabei Sub körperlich nicht real greifbar ist.

Meine Überlegungen gehen dahin, daß Sklave in "Untermiete" bei seiner Herrschaft einzieht und gleichzeitig im "Minijob" angestellt wird.
Letzteres hat den Vorteil, daß Sklave zu sehr günstigen Konditionen (Pauschalsteuer) kranken- und rentenversichert ist. Der Löwenanteil für den Minijob, fließt automatisch als Miete an die Herrschaft zurück.
Sklave unterzubringen bedarf keines großen Aufwandes. Eine Schlafstelle nach Wahl der Herrschaft, in einer kleinen Kammer, im Keller, wo auch immer, ist sicher kein großer Kostenpunkt.

Rechnen wir jetzt die Kosten:
- Essen und Trinken, was sich hauptsächlich aus den Essensresten und -abfällen der Herrschaft zusammensetzt, mit etwas Brot und Mineralwasser ergänzt, dürfte nicht all zu viel sein.
- Kleidung: Braucht Sklave nur, wenn mal außer Haus. (Dürfte selten sein.)
Wirtschaftliche Vorteile, wenn Herrschaft eine/n Sklaven/in hat:
- Sklave erledigt alle anfallenden Arbeiten in Haus und Hof. Man nehme dazu mal einen durchschnittlichen Tariflohn und rechne!

Ich wage zu behaupten, die Herrschaft macht bei der Rechnung Gewinn.
Hinzu kommt, daß die Zeitersparnis, die Sklave/in für die Herrschaft bringt, gut für den Job oder Hobbys genutzt werden kann, also ein weiterer Mehrwert.
Bei dieser Rechnung habe ich die Vermögensverhältnisse des Subs außen vor gelassen. Unterstellt man noch irgendwelche Besitztümer, die Sklave mit in diese Beziehung einbringt und auf seine Herrschaft überschreibt, ist der Mehrwert noch größer.

Zu guter letzt hat die Herrschaft auch noch den Vorteil, des jederzeitigen Zugriffs zur "Benutzung" des Eigentums, egal wie auch immer.


Ergänzungen und kontroverse Meinungen sind gern gesehen. Ich stelle mich auch einer Diskussion, soweit diese sachlich verläuft.

1 Kommentar:

  1. Hallo Alex,
    dein vorgeschlagenes Modell ist eher zu ralisieren, denn wenn der Sklave/in mal doch krank wird, was nie auszuschließen ist, dann ist er wenigstens versichert. Und das ist heute doch schon wichtig und bringt auch etwas Sicherheit beiderseits. Der Sklave kann auch selbst arbeiten gehen mit ihm auferlegten Pflichten, so wird er seinem Besitzer auch etwas glücklicher machen und nicht so schnell Physisch einen Knacks kriegen. Immer im Loch an Ketten eingesperrt werden hällt nicht jeder länger oder auch sehr lange durch.

    LG Heiko

    AntwortenLöschen